Die Klasse schreibt die Quizfragen selbst, du gibst sie frei, alle spielen sie live am Beamer. Vom Einrichten bis zum Podest passt das in eine Lektion.
Kurz: Die Klasse schreibt die Fragen, du entscheidest, was gespielt wird.
Ein Quiz zu erstellen kostet dich normalerweise einen Abend. In Chnobli schreibt jede Person in der Klasse genau eine Frage auf ihrem Handy, du gehst die Liste durch und gibst frei, was brauchbar ist — und dann spielt die Klasse ihr eigenes Quiz am Beamer. Deine Arbeit ist das Durchsehen — bei zwanzig Fragen etwa fünf Minuten, und die liegen im Unterricht statt am Abend.
Der Nebeneffekt ist der eigentliche Punkt: Wer eine gute Prüfungsfrage formulieren will, muss den Stoff durchschauen. Fragen schreiben ist Repetition, die sich nicht nach Repetition anfühlt.
Für Lehrpersonen mit einem Beamer, einer Klasse mit Handys und zehn Minuten Zeit. Vorkenntnisse braucht es keine: Es gibt keinen Account, keine Installation und nichts einzurichten — du öffnest eine Webseite und legst los. Die Klasse ebenfalls; niemand muss etwas installieren oder sich anmelden.
Kein Notenwerkzeug: Punktestände sind Spielpunkte, sie werden nirgends gespeichert und lassen sich nicht exportieren. Keine Hausaufgabenplattform — Chnobli lebt in der Lektion, nicht dazwischen. Und keine Datensammlung: Es gibt keine Datenbank. Ein Quiz existiert nur, solange es läuft. Wenn du es beendest, ist es weg — Fragen, Namen, Punkte, alles.
Nichts, was länger lebt als die Lektion. Die Klasse gibt einen Spitznamen und ein Emoji ein — keine echten Namen, keine Mailadressen, keine Logins. Alles liegt im Arbeitsspeicher des Servers und verschwindet, sobald das Quiz beendet ist oder vier Stunden lang nichts mehr passiert. Auch für dich heisst das: Was du nicht abschreibst, ist danach nicht mehr da.
Fünf Schritte. Blau bist du, grün ist die Klasse.
Der Beamer ist Teil des Spiels. Die Frage und die Antwortmöglichkeiten stehen vorne an der Wand; auf dem Handy stehen nur die farbigen Antwortfelder. Ohne projizierten Bildschirm funktioniert es nicht.
Niemand beantwortet die eigene Frage. Wer eine Frage geschrieben hat, pausiert bei dieser Runde und bekommt dafür so viele Punkte, wie die anderen im Schnitt mit dieser Frage holen. Das ist so gewollt und die App sagt es der Person auch.
Nichts geht an die Klasse, was du nicht freigegeben hast. Fragen laufen immer über deinen Bildschirm, bevor sie jemand zu sehen bekommt.
Am Computer, der am Beamer hängt. Adresse: chnobli.schaffner.xyz
Chnobli fragt beim Öffnen nur eines: ob du die Lehrperson bist oder mitspielst.
Weil die Adresse öffentlich erreichbar ist, braucht das Erstellen eines Quiz einen Code. Die Klasse braucht ihn nie — nur du, und nur beim Erstellen. Wenn du noch keinen hast: kurze Mail an philip.schaffner@kwi.ch. Der Code ist für alle Lehrpersonen derselbe und ändert sich selten; schreib ihn dir irgendwohin, wo du ihn im Schulzimmer wiederfindest.
| Fragetyp | Was die Klasse eingibt | Wie geantwortet wird |
|---|---|---|
| Multiple Choice | Zwei bis vier Antworten, eine davon als richtig markiert | Farbiges Feld A–D antippen |
| Wahr / Falsch | Eine Aussage, dazu ob sie stimmt | Feld T oder F antippen |
| Kurzantwort | Die akzeptierte Antwort, mehrere Schreibweisen mit ; getrennt | Antwort tippen |
| Zahl schätzen | Die richtige Zahl und optional eine Einheit | Zahl tippen |
Bei der Kurzantwort spielen Gross-/Kleinschreibung, Satzzeichen und Akzente keine Rolle: zürich, Zurich und Zürich! zählen alle. Beim Schätzen gilt eine Antwort als richtig, wenn sie höchstens fünf Prozent daneben liegt (mindestens aber ±1) — bei 206 Knochen sind also 196 bis 216 gültig.
Die Lobby ist der Bildschirm, der am längsten an der Wand steht. Er darf das.
Der vergrösserte QR-Code, mit dem Beitrittscode darunter — für alle, die zu weit hinten sitzen. Ein Klick irgendwohin schliesst ihn wieder.
Auf so gut wie jedem heutigen Handy genügt die normale Kamera-App: draufhalten, auf den eingeblendeten Link tippen. Falls jemand behauptet, das gehe bei ihm nicht:
Es geht immer auch ohne: Adresse eintippen, Code eintippen. Vier Ziffern sind zumutbar.
Beitreten geht, bis du auf Quiz starten drückst — danach nicht mehr. Wer verspätet hereinschneit, tritt also einfach bei und schreibt schnell eine Frage. Wer nach dem Start kommt, kann nur noch bei der Nachbarin mitschauen. Ein kurzer Blick auf den Zähler vor dem Start lohnt sich deshalb.
Damit du es der Klasse erklären kannst, ohne selbst mitzuspielen. Drei Bildschirme, in dieser Reihenfolge.
„Der Spitzname steht nachher am Beamer.“ Das erspart erfahrungsgemäss etwa die Hälfte der kreativen Ideen. Ändern lässt sich der Name danach nicht mehr.
Über dem Knopf steht ein Satz, der leicht überlesen wird, aber das Verhalten der ganzen Klasse steuert: Für deine eigene Frage bekommst du den Punkteschnitt aller anderen. Warum das dort steht, erklärt der Kasten Wie die Punkte zustande kommen — es lohnt sich, den Satz beim Schreiben einmal laut zu sagen.
Der einzige Schritt, der wirklich deine Aufmerksamkeit braucht. Rechne mit zehn Sekunden pro Frage.
Ein Klick auf Fragen prüfen in der Lobby bringt dich hierher. Du siehst jede eingereichte Frage mit Typ, Zeitlimit und Autor:in. Die richtige Antwort steht nicht in der Liste — du musst also kurz mitdenken, ob sie stimmt.
Hier stehen alle Fragen samt Verfasser:innen. Am Beamer ist das Quiz danach vorbei, bevor es begonnen hat. Das ist der eine Moment, in dem du den Beamer stumm schaltest oder das Fenster minimierst.
Im Beispiel: Vier der sechs Fragen sind es wert. Die Schätzfrage „Wie oft sagt Herr Meier pro Lektion «genau»?“ geht zurück — nicht wegen der Frechheit, sondern weil niemand die richtige Antwort überprüfen kann. Und „Welcher Fussballclub ist der beste der Schweiz?“ wird abgelehnt, weil es darauf keine richtige Antwort gibt, sondern nur eine Diskussion.
Eine abgelehnte oder zurückgeschickte Frage kostet niemanden die Teilnahme: Wer keine Frage im Quiz hat, spielt einfach alle Fragen mit. Ein Nachteil ist das nicht — aber auch kein Vorteil, denn wer eine Frage im Quiz hat, bekommt in der eigenen Runde den Schnitt der anderen und geht dort nicht leer aus.
Freigeben, wenn: Die Frage hat eine überprüfbare richtige Antwort, sie gehört zum Stoff, und die markierte Antwort ist tatsächlich die richtige. Alles andere zurückschicken. Ablehnen nur bei dem, was am Beamer wirklich nicht stehen soll — das ist erfahrungsgemäss eine Frage pro Klasse, und alle wissen sofort, welche.
Ab hier ist der Beamer der Hauptdarsteller und du bedienst nur noch drei Knöpfe.
Jede Frage durchläuft dieselben drei Bildschirme: Frage → Auflösung → Rangliste. Aufgelöst wird automatisch, sobald die Zeit um ist oder alle geantwortet haben; ab da geht es nur weiter, wenn du klickst. Das Tempo der Nachbesprechung bestimmst also du.
Eine richtige Antwort gibt 700 Punkte, plus bis zu 300 fürs Tempo — wer sofort antwortet, bekommt das Maximum, wer die Zeit ausschöpft, die 700. Falsch oder gar nicht geantwortet gibt null.
Wer die Frage geschrieben hat, darf sie nicht beantworten und bekommt stattdessen den Durchschnitt aller anderen: die Summe dessen, was die Mitspielenden in dieser Runde geholt haben, geteilt durch ihre Anzahl. Die Nullen zählen mit — wer falsch oder gar nicht geantwortet hat, drückt den Schnitt. Erklär das kurz vorher, sonst erklärst du es nachher.
Gäbe es für die eigene Frage keine Punkte, wäre die beste Strategie, eine Frage zu stellen, die niemand lösen kann: Man selbst verliert nichts, alle anderen gehen leer aus. Genau davon lebt aber das Quiz nicht.
Mit dem Durchschnitt kippt die Rechnung. Eine unlösbare Frage bringt allen null — auch der Person, die sie gestellt hat. Eine Frage, die die Klasse knacken kann, bringt den anderen Punkte und der Autorin oder dem Autor genau so viele. Die lohnendste Frage ist damit die faire: klar formuliert, zum Stoff passend, mit einer Antwort, die man wissen kann, wenn man aufgepasst hat.
In der Praxis ist das der Unterschied zwischen „Wie viele Haare hat Herr Meier?“ und einer Frage, über die sich nachher reden lässt. Ein Satz zu Beginn genügt: „Für die eigene Frage bekommt ihr so viele Punkte, wie die anderen im Schnitt damit holen.“
Vier Handy-Bildschirme, die du kennen solltest — sie erklären die Rückfragen, die sonst mitten im Spiel kommen.
Antworten lässt sich einmal. Danach erscheint ein Schloss und die Rückmeldung „Warte auf die anderen…“ — Korrigieren gibt es nicht, und das darf man vorher sagen.
Erfahrungsgemäss ist das der Moment, in dem die Rechnung wirklich ankommt — spätestens wenn jemand mit einer besonders raffinierten Frage plötzlich +0 auf dem Display hat und die halbe Klasse es mitbekommt.
Nämlich nichts. Das ist eine Eigenschaft, keine Lücke.
Mit Quiz beenden (oben rechts) oder Neues Quiz auf dem Podest ist der Durchgang vorbei. Alle Handys bekommen die Meldung, dass das Quiz beendet ist, der Code wird ungültig, und Fragen, Spitznamen und Punktestände sind gelöscht. Es gibt keinen Export, keinen Papierkorb und keine Möglichkeit, dasselbe Quiz später noch einmal aufzurufen.
Wenn du eine besonders gute Frage behalten willst, gibt es genau einen Weg: abschreiben, solange sie noch am Beamer steht. Ein Foto der Auflösung tut es auch.
Nach Neues Quiz bist du sofort wieder beim Einrichten und kannst ein zweites Quiz mit demselben Lehrpersonen-Code erstellen. Der Beitrittscode ist dann ein anderer — die Klasse muss neu beitreten, und das ist gut so, sonst landen Leute aus der ersten Runde im zweiten Quiz.
Wenn du das Fenster versehentlich schliesst, ist das Quiz nicht verloren: Öffne chnobli.schaffner.xyz/teacher auf demselben Computer und im selben Browser noch einmal, und du landest wieder in deinem laufenden Quiz. Erst wenn du es beendest oder vier Stunden lang niemand etwas tut, räumt der Server es weg.
Solange das Quiz noch nicht gestartet ist, geht Beitreten immer — auch während du schon Fragen prüfst. Nach dem Start ist zu, und daran lässt sich nichts ändern: Quiz beenden und neu erstellen wäre die einzige Möglichkeit, und dafür ist es dann meistens zu spät. Lass die Person mitschauen, mitdenken darf sie ja trotzdem.
Die Seite im selben Tab neu laden. Chnobli erkennt die Person wieder und setzt sie mit ihren Punkten dort ein, wo das Quiz gerade ist. Wichtig: derselbe Tab — ein neuer Tab ist für die App eine neue Person, und die kann während eines laufenden Quiz nicht mehr beitreten.
Weiter oben rechts löst sofort auf. Ansonsten läuft die Zeit von selbst ab; danach geht es ohnehin weiter.
Ändern lässt sich das nicht mehr. Am Beamer besprechen, sobald die Auflösung erscheint — „hier hat die Frage recht und wir nicht, oder umgekehrt“ ist ein guter Unterrichtsmoment. Fürs nächste Mal: beim Prüfen kurz nachrechnen, ob die markierte Antwort stimmt.
Öffne chnobli.schaffner.xyz/teacher im selben Browser auf demselben Computer noch einmal — du landest wieder in deinem laufenden Quiz, genau dort, wo es steht. Die Klasse merkt davon nichts. Nur ein anderer Computer oder ein anderer Browser findet es nicht mehr.
Richtig so. Auf dem Handy stehen nur die Antwortfelder, die Frage steht am Beamer. Das ist der Grund, warum Chnobli einen projizierten Bildschirm braucht — und der Grund, warum alle nach vorne schauen.
Vier Ziffern, ohne Leerzeichen, und das Quiz darf noch nicht gestartet sein. Nach ein paar Fehlversuchen bremst der Server kurz aus (das schützt gegen Codeprobieren) — dann einen Moment warten und nochmals versuchen. Am schnellsten geht es sowieso über den QR-Code.
Auf dem Beitritts- bzw. Avatar-Bildschirm gibt es Nicht du? Neu anfangen. Damit verliert das Gerät die bisherige Identität und die zweite Person kann eigenständig beitreten — allerdings nur, solange das Quiz noch nicht gestartet ist.
Die gibt es nicht mehr. Chnobli speichert nichts über die Lektion hinaus. Wenn du sie behalten willst, fotografier den Prüfen-Bildschirm, bevor du startest — das ist der einzige Moment, in dem alle Fragen zusammen auf einem Bildschirm stehen.
Mail an philip.schaffner@kwi.ch. Der Code ist nicht personalisiert, du bekommst also einfach denselben nochmals.